Toyota zieht erfolgreiche Zwischenbilanz des Plug-in Testprogramms

  • Toyota Prius Plug-in Hybrid spart bis zu 40 Prozent Kraftstoff
    Reichweite im Elektrobetrieb reicht für den Großteil der Fahrten aus
    Wichtige Erkenntnisse zum Umgang der Nutzer mit der neuen Antriebstechnik




    Köln. Seit genau einem Jahr läuft weltweit ein groß angelegtes Demonstrations- und Testprogramm mit dem Toyota Prius Plug-in Hybrid. Der Startschuss für Europa fiel im Mai 2010 in Frankreich. Zum ersten Jahrestag hat Toyota jetzt gemeinsam mit den beiden Projektpartnern, der Stadt Straßburg und dem französischen Energieunternehmen EDF, erste Ergebnisse vorgelegt. Schon jetzt steht fest: Mit der Plug-in Hybridtechnologie lässt sich ein hoher elektrischer Fahranteil realisieren, ohne dass der Kunde mit seinem Fahrzeug im Alltag Kompromisse eingehen muss. Schadstoffe und Lärmemissionen werden dabei ebenfalls signifikant reduziert.


    Jedes in dem Programm eingesetzte Prius Plug-in Hybridfahrzeug (PHV) legte im ersten Jahr durchschnittlich 19.000 Kilometer zurück. Damit liegen die Fahrzeuge deutlich über der durchschnittlichen Jahresfahrleistung französischer Autofahrer von 13.000 Kilometern. Dabei wurden Kraftstoffeinsparungen von 40 Prozent gegenüber Dieselfahrzeugen der gleichen Leistungsklasse erzielt. Die Reichweite des Prius Plug-in im rein elektrischen Betrieb ist mit 20 Kilometern völlig ausreichend, um den Großteil der täglichen Pendlerfahrten abzudecken. Die durchschnittliche Fahrtenlänge betrug 13,9 Kilometer. Dabei überzeugte der Prius Plug-in durch Fahrvergnügen und leichte Bedienung und ermutigte Fahrer, sich einen effizienteren und umweltbewussteren Fahrstil anzueignen.


    Die Nutzer der Prius Plug-in Hybridfahrzeuge gewöhnten sich nach und nach an das Aufladen ihres Fahrzeugs, wenngleich es sich dabei um einen neuen Umgang mit dem eigenen Fahrzeug handelt. Die meisten Nutzer luden ihr Fahrzeug jeden Tag auf. Zu 96 Prozent erfolgten die Ladevorgänge an privaten Ladestationen, vorwiegend am Arbeitsplatz. Die Spitzenzeiten waren 8:00 Uhr morgens nach dem Eintreffen am Arbeitsplatz sowie um 19:00 Uhr nach der Rückkehr nach Hause.


    Die Nutzung der 27 öffentlichen Ladestationen fiel hingegen gering aus - trotz kostenloser Stromversorgung und komfortabler Parkplätze. Aus Befragungen der Testteilnehmer wird deutlich, dass in Zukunft besser auf die Standorte und Funktionsweise der Ladestationen hingewiesen werden muss.


    In den kommenden beiden Jahren werden Toyota, EDF und die Stadt Straßburg an der Verbesserung des Systems arbeiten und die weitere Resonanz der Teilnehmer auswerten. Dabei geht es unter anderem darum, das Aufladen außerhalb der Spitzenzeiten zu fördern, das Buchen von Ladezeiten zu testen und die Informationen zu den öffentlichen Ladestationen zu verbessern.


    "Wir möchten den Nutzern der Plug-in Hybridfahrzeuge für ihre aktive Teilnahme an diesem wichtigen Projekt herzlich danken", sagte Koei Saga, Managing Officer Toyota Motor Corporation. "Die Plug-in Hybridtechnologie spielt eine Schlüsselrolle auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft der Mobilität. Das Projekt bringt uns nicht nur wichtige Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit der Plug-in Hybridtechnologie, sondern auch über den alltäglichen Einsatz dieser Fahrzeuge, um die kommerzielle Einführung des Prius Plug-in Hybrid im Jahr 2012 vorbereiten zu können. Wir freuen uns sehr darüber, dass es schon zu diesem frühen Zeitpunkt eine solch hohe Kundenzufriedenheit gibt."


    70 Exemplare des Prius Plug-in wurden in den vergangenen zwölf Monaten von 30 beteiligten öffentlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen in Straßburg getestet. Die Fahrzeuge können an 145 Ladestationen aufgeladen werden, die vom Energieunternehmen EDF eingerichtet wurden. Dazu zählen 75 Stationen auf dem Privatgelände der beteiligten Partnerunternehmen, 43 Stationen an den Häusern der Nutzer, 19 Stationen an öffentlichen Parkplätzen sowie acht weitere Lademöglichkeiten an öffentlichen Straßen. Der Straßburger Toyota Händler ARS ist für die Wartung der Fahrzeuge und das Sammeln der Daten zuständig.
    In Deutschland sind zehn Fahrzeuge in Karlsruhe und Kehl unter Federführung des Energiekonzerns EnBW im Einsatz. Dort wird u.a. auch die Entwicklung einer grenzüberschreitende Ladeinfrastruktur unterstützt.


    Weitere 20 Prius mit Plug-In Hybrid-Technologie werden in einen gemeinsamen Feldversuch mit der Deutschen Bahn in Berlin eingesetzt. Ziel des Projektes "BeMobility" ist die Erprobung neuer Mobilitätslösungen durch Vernetzung individueller Elektromobilität mit dem öffentlichen Verkehr. All dies ist Teil des globalen Toyota Testprogramms mit 600 Prius Plug-in Hybridfahrzeugen, das in Europa, Japan, den USA, Kanada und Australien durchgeführt wird.

    Quelle: Toyota.de