Toyota Verso, 2009, D4D, Projekt ZKD Wechsel

  • Das Nockewellenrad ist eh zweigeteilt

    Falsch gelesen...


    Das Hauptproblem ist,


    1. dass die vordere Kettenführung am ZK angeschraubt ist und ich da nicht hinkomme, ohne den Stirndeckel abzunehmen und


    2. das ich den ja nie wieder dicht bekomm, wenn ich ihn nicht komplett abnehme. Zumal der keine Dichtung hat sondern mit Dichtmasse verpappt wurde. X(


    Riemenscheibe, Spannrolle und Wasserpumpe sind mittlerweile weg. Jetzt ist auf alle Fälle genug Platz um das Ding abzunehmen. Die Motoraufhängung kann soweit ich's bisher beurteilen kann sogar bleiben. Fotos folgen später noch. Jetzt muss nur noch die Ölwanne weichen.


    Ja der gute 5er dem häng ich bis heute nach, obwohl ich ihn damals garnicht haben wollt aber es auf die schnelle kein anderes Auto gab das ich mir leisten konnte. Der war damals ziemlich fertig und hatte nur 800 € gekostet. Heute ärgere ich mich, dass ich ihn wieder weggeben hab, den guten Calypsorot-Metallic Kombi mit Doppelschiebedach.... :S

  • Aus Zeitmangel nochmal nur ein kurzes Update.

    Ölwanne und Lichtmaschine sind ab.

    Ölwanne hat ewig gedauert. Kann mir jemand verraten warum man eine Ölwanne verklebt statt eine Dichtung zu verwenden? Naja, nun ist sie ab.

    Stirndeckel ist locker, geht jedoch nicht ab.

    Ölkühler und der Kühlwasser-Bypass hinterhalb müssen wohl auch noch weg. Nehme an hinterhalb sitzt noch ne Schraube vom Flansch zur Wasserpumpe am Stirndeckel.


    Das Auto ist echt ne Katastrophe. Man muss tatsächlich so ziemlich den halben Motor zerlegen nur um überhaupt die Nockenwellen ausbauen zu können.

    Sobald ich dazu komm gibt's noch die Fotos dazu.

    Soweit so gut.

    Grüße Flo

  • So nun gibts mal wieder ein etwas ausführlicheres Update.


    Die Riemenscheibe lies sich mit meinem selbstgebrutzelten Gegenhalter fürs Nockenwellenrad vom T4 arretieren.

    IMG_20191201_183200.jpgIMG_20191201_183518.jpg


    Also nachdem die Ölwanne und die Lichtmaschine weg waren, wurde der Stirndeckel gelöst, ging aber nicht ab.

    Es stellte sich heraus, dass der Schnorchel zur Ölpumpe auch vom Block demontiert werden muss, da die Ölpumpe im Stirndeckel sitzt.

    Ist das erledigt, lässt sich der Deckel mit vorsichtigem klopfen und hebeln abnehmen.

    Man bekommt den Deckel nur nach unten raus und auch nur wenn man den unteren Längsträger im Radhaus abbaut.


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    Als nächstes noch Nockenwellen und Kipphebel raus.

    IMG_20191204_174442.jpg

  • Dann konnte nachdem ich mir noch 1/2 Zoll 14er 12-kant-Nuss zugelegt hatte der Kopf runter.

    Und es war sehr schnell sehr leicht zu sehen, wo die undichte Stelle liegt. Sowohl an der Dichtung,

    IMG_20191205_124529.jpgIMG_20191205_124744.jpg


    als auch am Kopf.

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    Der Zylinderblock scheint auf den ersten Blick unversehrt.

    IMG_20191205_125316.jpg


    Jetzt heißts erst mal putzen putzen putzen...

    Der Kopf muss definitiv auch geplant werden. Er hat deutliche Abdrücke von der ZKD. Wobei die eher so aussehen, als wäre der Kopf ungleichmäßig festgezogen worden und weniger als hätte die Dichtung gearbeitet.

    Auf alle Fälle gibts nächste Woche noch einen Ausflug zum abdrücken. Wenn er dicht ist wird er geplant und wieder eingebaut.


    Was mich stutzig macht ist, dass bereits eine ZKD mit 4 Kerben verbaut ist.

    Das heißt es gibt nur noch eine Stärke dicker.

    Ist das bei Toyota normal? Hat man max eine Dichtungsstärke Luft für Reparaturen geplant oder wurde hier schonmal was gemacht?


    Soweit so gut.

    Morgen gibt gereinigte Bilder.

    Grüße Flo

  • Ich ziehe meinen Hut , mein lieber man . Das ist ja eine Menge Arbeit .

    Hast Du mal mit einem Haarlineal den Block geprüft , oder hast Du nur mal so drüber geguckt ?

    Eine neue ZKD würde ich mir beim Freundlichen holen , der sollte wissen ob es da was dickeres gibt.


    Aber auch Deine Anleitung ist super , da ich das auch so mache , weiß ich was das zusätzlich für Arbeit ist.

  • So jetzt nach einigem an säubern nächstes Update.

    Hast Du mal mit einem Haarlineal den Block geprüft , oder hast Du nur mal so drüber geguckt ?

    Ich hab leider kein Haarlineal da. Ich hab zur groben Orientierung mal mit dem L-Winkel angelegt und an sich verzogen scheint der Block nicht zu sein.

    Die Dichtung hat jedoch auch hier Druckspuren hinterlassen. Meiner Einschätzung nach sind die aber im Rahmen und sollten keine Probleme machen.

    Ich werd die Tage mal noch schauen dass ich ein Haarlineal herkrieg und mit der Messuhr die Druckstellen genauer inspizieren.

    Nach der ersten Reinigung sieht der Block bisher so aus.

    IMG_20191207_142145.jpgIMG_20191207_142158.jpgIMG_20191207_142205.jpgIMG_20191207_142211.jpg


    Je nach dem was das Lineal dann sagt muss ich schauen was ich mache. Vom Ersteindruck her gefällt mir der Block aber eigentlich ganz gut.


    Ich ziehe meinen Hut , mein lieber man . Das ist ja eine Menge Arbeit .

    ...

    Aber auch Deine Anleitung ist super , da ich das auch so mache , weiß ich was das zusätzlich für Arbeit ist.

    Vielen Dank. Gott sei dank hab ich den kritischen Punkt schon einige Zeit hinter mir. Ab da zahlt es sich nicht mehr aus aufzuhören und es gibt nur noch nach vorne sehen :S


    Die Doku mach ich immer gerne, vor allem da das die Möglichkeit gibt Kritik und Anstöße für die nächsten Schritte zu bekommen bevor es zu spät ist.

    Mal schauen vllt fass ichs wenn ich fertig bin noch geordnet in ein PDF:/

  • Und hier der Fortschritt am Kopf.

    Hier sieht man erst mal die Dichtfläche nach der Reinigung.

    IMG_20191205_175240.jpg


    Jetzt sieht man schön, wie sich die Dichtung an der undichten Stelle in den Kopf gearbeitet hat.

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    An Zylinder 2-4 hat der Kopf allgemein deutliche Druckstellen von der Dichtung rund um die Zylinderbohrung in Richtung Ansaugbrücke.

    Leider hab ich kein Foto auf dem man das richtig gut sieht.


    Nachdem die Ventile einen Überstand zur Planfläche haben kommen diese als nächstes auch gleich noch raus.

    Man beachte dabei die beeindruckende Menge an Rußablagerungen am Einlassventil welches der Undichtheit am nächsten sitzt.

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    Was mich gerade etwas ratlos macht ist wie ich die Dichtringe der ESDs raubekommen soll. Die sitzen alle vier bombenfest drinnen und sollten aber definitiv neu...

    Hat jemand einen Tipp wie ich die rauskrieg? Oder muss ich das dem Motorenbauer zum planen als Nebenarbeit mitgeben:/

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  • Hi


    Sieht doch gar nicht mal so übel aus - auf jeden Fall noch rentabel - das wird schon.


    Die Motorenschleifer haben für die Dichtungen meist Spezialwerkzeug - was man wie so oft selbst basteln kann - aber wenn der Kopf eh zum planen dort ist wäre das die einfachste Lösung wenn der die vier Dichtringe gleich mit raushohlt gegen bisschen Trinkgeld versteht sich 😉


    Wie sind die Ventilführungen und Dichtflächen beieinander - meist genügt ein nacharbeiten mit Schleifpaste.


    Gruss


    Dasepp

  • Hi.

    Der Kopf ist seit heute Nachmittag beim Motorenbauer. Die Dichtungen hat er mir dankenswerterweise direkt rausgenommen. Ventilführungen sehen soweit ganz gut aus. Dichtflächen auf der Einlaßventile sehen perfekt aus. Auf Auslaßseite brauchen sie glaub ich bissl Schleifpaste.

    Hab die Ventile aber direkt auch mitgegeben zum Stahlen, Testen und wenn nötig nachschleifen. Dann kann ich in Ruhe den restlichen Teilehaufen reinigen und inspizieren.

    Morgen geht's an Hydros testen und dann ans Teile bestellen.